Interview Inklusion
 

Pfarrer Herbert Küfner führte ein Interview mit Christine Gehr, der Leitung des Maluki-Kindergartens unserer Gemeinde und Uli Kretschmer, einer auch im Kindergarten seit Jahren sehr engagierten Mitarbeiterin, aber auch betroffene Mutter zum Thema Inklusion.
 
Interview als Text
Interview zum Hören
 

Artikel im Gemeindebrief
 

Hier finden Sie den Artikel zum Thema "Inklusion" der Juni-Ausgabe des Gemeindebriefes:
 
Gemeindebrief-Artikel
 

 


Bild: bikl.de

 

 

Es ist normal verschieden zu sein


 Bild: Lawrence Wang (Bestimmte Rechte vorbehalten)

Die beiden Bilder von Urs Wehrli zeigen auf was passiert, wenn Vielfalt, Fülle, Schöpfung, oder Kunst sortiert und kategorisiert werden und es wird spürbar, dass ein Ganzes doch mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Wenn wir mit diesem Blick auf unser Bildungssystem schauen, müssen wir erkennen, dass Deutschland zu den Weltmeistern im Sortieren und Aussortieren gehört. Unser Schulsystem gliedert sich nach der Grundschule in Haupt-, Realschule und Gymnasium. Schüler die den Anforderungen dieser Schulzweige nicht gewachsen sind, gehen in Sonderschulen bzw. Förderschulen, die wiederum nach Auffälligkeiten und Förderschwerpunkten gegliedert sind. Selbst der Vorschulbereich ist davon nicht ausgenommen. Auch hier gibt es Spezialeinrichtungen für Kinder mit besonderem Förderbedarf, behinderten Kindern oder auch Kindern mit Hochbegabung.

Unser Maluki-Kindergarten macht sich nun auf den Weg eines neuen Konzeptes, dem der Inklusion. Inklusion bedeutet für alle Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe, ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechtes, ihrer körperlichen, sozialen oder psychischen Verfassung.

Das Recht auf gemeinsame Bildung und Erziehung aller verlangt

  • einen unbeschränkten Zugang und die unbedingte Zugehörigkeit aller Kinder zu allgemeinen Kindergärten und Schulen des sozialen Umfeldes
  • dass die Einrichtungen den individuellen und unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen aller entsprechen und somit jedes Kind unterstützt seine Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entwickeln und zu entfalten
  • jedes Kind wird als selbstverständliches Mitglied der Gemeinschaft anerkannt.

Inklusion nimmt dabei sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten aller Kinder in den Blick und nutzt beides als Chance für gemeinsames Leben und Lernen. Inklusion ist die konsequente Fortführung von Integration.

Die Umsetzung von Inklusion braucht

  • ein Umdenken aller Beteiligten für die Chancen von Vielfalt in Einheit für alle
  • die Entwicklung neuer Konzepte und Methoden die gemeinsames Leben und Lernen  fördern
  • die Umverteilung von Ressourcen (Finanzen, Fachkräften, Materialien etc.) weg von Spezialenrichtungen hin zu inklusiv arbeitenden Einrichtungen
  • in Inklusion ausgebildete und weitergebildete Pädagoginnen und Pädagogen

Christine Gehr (für das Kindergartenteam)

 

 

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